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Resilienz mal 7: Was macht eine Stadt lebenswert und überlebensfähig?

Blick auf Koblenz: Gelegen unterhalb der Vulkaneifel, an Mosel und Rhein (die jährlich Hochwasser führen) und in der Nähe des stillgelegten AKW. Wie resilient ist diese Stadt?

17-mal bin ich in den vergangenen 20 Jahren umgezogen. Allermeist aus freien Stücken, auf der Suche nach Inspiration und einem guten Platz zum Leben. Als Journalistin und auch als Moderatorin habe ich zudem Projekte begleitet, mit denen sich Dörfer und Städte „zukunftsfähiger“ und lebendiger machen wollten.  Alles zusammen hat in mir die Frage zugespitzt: Was eigentlich macht eine Stadt lebenswert?  Was macht eine Stadt  überlebensfähig – sodass es sich zu bleiben und etwas aufzubauen lohnt?

Resilienz ist die Eigenschaft, die stabile Lebensqualität verspricht. Resilienz ist ein Konzept aus der Psychologie und beschreibt die Fähigkeit, sich Veränderungen anzupassen, ohne sich aufzugeben: „die psychische Widerstandskraft des Einzelnen, individuelle Lebenskrisen durchzustehen, zu überstehen und im besten Fall zu verarbeiten“. Ich mag das Bild vom Schwamm: Er kann viel Flüssigkeit aufnehmen und verändert unter Druck seine Form. Trotzdem bleibt er  ganz er selbst. Der Schwamm absorbiert das Wasser oder geht wieder in seine alte Form zurück, wenn der Druck nachlässt.

So erweist sich auch eine resiliente Stadt unter Belastung als elastisch und flexibel, ohne zusammenzubrechen.  Krisenhafte Herausforderungen für die Kommune können sein, wenn mehr Flüchtlinge als erwartet einwandern. Oder wenn ein Sturm die halbe Infrastruktur umlegt, wenn Hochwasser anrollt, Ölquellen zur Neige gehen oder eine große Fabrik zu schließen droht. Denkbar und erwartbar sind viele besondere Belastungen!

Checkliste: Sieben Kriterien für die Resilienz der Stadt

Weil diese elastische Widerstandsfähigkeit in der städtischen Debatte noch kaum vorkommt, habe ich sieben Kern-Eigenschaften entwickelt, die eine resiliente Stadt auszeichnen:

  1. Kompetenz in erneuerbaren Energien ist verbreitet: Nicht nur Experten sind sich bewusst über die Abhängigkeiten auf dem globalen Energiemarkt und das Ende fossiler Ressourcen. Nein: Alle (Bewohner, Unternehmen, Institutionen) leben energiesparsam und erzeugen vor Ort Strom aus Wasser-, Wind- und Sonnenkraft. Energiekompetenz ist hip! Also: Ökostrom, Energiegenossenschaften, Transparenz, Fahrradfreundlichkeit, ÖPNV (gut ausgebaut und günstig), Bürgerbeteiligung, Re-Use und Recycling.

    Urban Community Gardening in Hannover, an einem der größten Hochhauskomplexe in Deutschland. Selbstversorgung sieht bei diesen Verhältnissen aus wie eine Utopie. Foto: Dorothea Müth

    Urban Community Gardening in Hannover, an einem der größten Hochhauskomplexe in Deutschland. Selbstversorgung sieht bei diesen Verhältnissen aus wie eine Utopie. Foto: Dorothea Müth

  2. Lokale Nahrungsmittelversorgung: Die Menschen können Essen selbst anbauen – sie besitzen Know-How, Flächen und Material dafür. Weil wichtige Lebensmittel in der Stadt produziert und gelagert werden, ist die Wirtschaft ist nicht völlig von globalen Lieferketten abhängig. Also: Urban Community Gardening, Schrebergärten, saisonale regionale Ernährung, work-life-balance.
  3. Durchlässigkeit: In der Stadt führen aktive Umverteilungsprozesse zu mehr sozialer Gleichheit. Benachteiligte Menschen werden bei der Teilhabe am öffentlichen Leben unterstützt. Die Gesellschaft lebt von vielfältigen und wertschätzenden Beziehungen. Unternehmen, Institutionen und Vereine praktizieren eine Kultur des fair Teilens. Also: Tickets mit Ermäßigung, Beitrag nach Selbsteinschätzung, Förderunterricht, Kontingente, Social Day.
  4. Ganzheitlich denken, kommunizieren, handeln: So wie eine resiliente Persönlichkeit sich mit Hirn, Herz und Körper wahrnimmt, tut es auch das krisenfeste Gemeinwesen: Es denkt, kommuniziert und handelt bewusst auf mentaler, physischer und emotionaler Ebene. Ob in Verwaltung, Wirtschaft oder Zivilgesellschaft – alle drei Aspekte des Seins sind gleichermaßen wertgeschätzt und sollen im Einklang wirken. Also: Elternzeit, Arbeitsplatzgymnastik, Mitbestimmung, Barrierefreiheit, Naturschutz, Denkmalschutz, social business, Inklusion, Wohlfühlatmosphäre.
  5. Intrinsische Motivation: Maßnahmen, Projekte, Aktionen sind von einer inneren Überzeugung getragen und dienen der Verwirklichung einer höheren Idee – der Entwicklung einer resilienten Stadt. Man vertraut sich. Das befähigt die Akteure dazu, miteinander kreativ zu sein und flexibel zu improvisieren. Also: Augenhöhe, Humanismus, Leidenschaft, Werte – und entsprechende finanzielle Wertschätzung.
  6. Vielfalt und Widersprüche: Das darf und soll es geben! Die Gesellschaft erweist sich als weltoffen, tolerant und kritisch. Die Menschen halten Ungeklärtes und Widersprüche aus. Also: Multikulti, Internationalität, Gastfreundschaft, Diskussion, Selberdenken.
  7. Risikomanagement: Die Kommune analysiert, bewertet und überwacht die Risiken, denen sie als Gemeinwesen ausgesetzt ist. Sie übernimmt Verantwortung dafür, indem sie Notfallpläne entwickelt, Menschen ausbildet, sich Gefahren stellt. So erfährt sie sich als selbstwirksam. Also: Erste-Hilfe-Kurs, freiwillige Feuerwehr, Ärzte ohne Grenzen, Klimaschutz- und Risikofachleute in jeder Verwaltung, lernende Organisation.

Resilienz ist mehr als Nachhaltigkeit

Modell von Münster: Wie stabil ist diese Versammlung von Gebäuden, Wegen, Bäumen - und wie elastisch? Wo bleiben Menschen und Tiere in dieser Stadt? Foto: Dorothea Müth

Modell von Münster: Wie stabil ist diese Versammlung von Gebäuden, Wegen, Bäumen – und wie elastisch? Wo bleiben Menschen und Tiere in dieser Stadt? Foto: Dorothea Müth

Einiges kommt dir bekannt vor? Lokal, sozial und vielfältig sind gern genommene Eigenschaften, wenn es darum geht, die Nachhaltigkeit einer Sache zu erklären. Und ohne das Prädikat „nachhaltig“ geht bei der Darstellung öffentlicher Projekte sowieso nichts mehr, egal ob Kindergarten, Straßenbau oder Stadtfest.

Nachhaltigkeit in der Stadtentwicklung bedeutet, dass sich etwas kurz- wie langfristig, ökonomisch, ökologisch und sozial gut  aufs Gemeinwohl auswirkt. Nachhaltigkeit beschreibt Handlungen, Resilienz beschreibt ein Wesen. Resilienz ist umfassender, weil sie

  • die Stadt als lebendiges Wesen  nimmt – als Gemeinwesen – und deshalb auch seine Herzenskraft wahrnimmt; die Kommune verfügt über Emotionen, Materie und Wissen
  • mit Krisen rechnet und arbeitet, weil die zum Leben gehören wie der Wechsel von Ebbe und Flut
  • ein Risikomanagement dafür ausbildet

Weiße Flecken beim Regieren: Risiko und Einkommensgleiche

Die Non-Profit-Organisation e3g sagt in einem aktuellen Report  unter dem Titel „Underfunded, underprepared, underwater“: Zwischen den Klimaschutzkonzepten der Städte gibt es große Qualitätsunterschiede. Über diese Form des Risikomanagements gibt es kein einheitliches Verständnis und somit auch kein Controlling. Vor allem Städten mit weniger als einer halben Million Einwohnern fehlen Daten für eine verlässliche Einschätzung der klimatischen und wirtschaftlichen Risiken.  Für ein solides Risikomanagent fehlen zudem Geld und Fachkompetenz.

Mitautorin Sabrina Schulz fordert Führungsqualitäten bei den Bürgermeister*innen: „Speaking out on climate risk requires political strength, bravery and leadership. Mayors will need to be bold and build alliances with progressive businesses, citizens and stakeholders who want resilient and protected cities.“

Soziale Kriterien legt auch eine Studie des Umweltbüros Klagenfurt an, um die Resilienz von Regionen zu überprüfen. Denn die Forscher haben herausgefunden: Die Fähigkeit zu Kooperation und Innovation in einer Gesellschaft ist umso größer, je näher die Einkommen beieinander liegen. Das stärkt Vertrauen, soziale Verantwortung und ökologisch verträgliches Verhalten.

Ermunterung zur Verantwortungsteilung. Entdeckt im Gemeinschaftskeimling Leipzig, einer Praxisforschung zu Arbeit, Leben und Transformation. Foto: Dorothea Müth

Ermunterung zur Verantwortungsteilung. Entdeckt im Gemeinschaftskeimling Leipzig, einer Praxisforschung zu Arbeit, Leben und Transformation. Foto: Dorothea Müth

Resilience is work in progress – auf der Bühne, am Küchentisch, im Sandkasten!

Deutschland liegt im westlichen Vergleich im Mittelfeld, so Studienmanager Andreas Exner. Die Städte als Lebensmittelpunkte und Versorgungszentren haben deswegen die Aufgabe, aktiv ihre Resilienz zu stärken.

Also: Resilienz ins Parteiprogramm! Resilienz an den Küchentisch! In die Sonntagsreden und Sandkästen! Und an die Bar!

Und natürlich unter die Lupe: Im nächsten Beitrag stelle ich anhand der sieben Kriterien die Resilienz zweier Städte vor: Karlsruhe, kürzlich als modellhaft nachhaltige Stadt ausgezeichnet, und die Stadt, in der ich lebe.

Welche Ideen für Lebensqualität hast du bei deinen Reisen mitgenommen? Was lässt dich mit gutem Gefühl in einer Stadt leben? Was ist für dich wichtig im Hinblick auf Krisenfestigkeit? Ich freue mich auf Ergänzungen, Beispiele, Kommentare! Resilience is work in progress :-)

Ich & Resilienz

Die Beschäftigung mit Resilienz ist für mich ein Ausdruck aktiver Teilnahme und Teilhabe an Stadtentwicklung. Ich übernehme Verantwortung für meinen Lebensort – ich suche und gebe Antworten auf die Fragen unserer gemeinsamen Zeit.

Usprünglich kommt das der Begriff Resilienz aus der Werkstoffkunde. Dann fand er Eingang in die Psychologie, um die Krisenfestigkeit einer Persönlichkeit zu beschreiben.  Petra Alexandra Buhl coacht Unternehmen im Hinblick auf Resilienz.  Sie sowie die Studien vom Umweltinstitut Klagenfurt, von e3g und der Stiftung Neue Verantwortung haben mich zu diesem Beitrag  inspiriert.

Lektorat: Annika Butz und  Andreas Fischer – herzlich danke!

 

6 Kommentare

  1. Die Diskussion um „Nachhaltigkeit “ in Systemen in ein neues Licht durch die sieben Thesen zu rücken, ist der sehr gut gelungen , und ermuntert zum Weiter- und Nachdenken. Mehr Aufmerksamkeiten, erspürte Wahrnehmungen des Lebensraums und konkret aktives Handeln in der „communitas“ sind in diesen Zeiten notwendiger denn je.!
    Daher eindeutig Ja: Diskussionen um das Krisenmanagment und Resilienz in die Öffentlichkeit !

  2. Georg sagt

    Ich möchte nicht kommentieren mit ja und nein, sondern meine Gedanken zur Lebensfähigkeit des Gemeinwesens Stadt einbringen. – Das Wichtigste für Städte sind die Kinder. Nur wenn Kinder in der Stadt geboren werden, aufwachsen, zur Schule gehen, von dort die und ihre Welt entdecken, „atmet die Stadt im Rhythmus der Regeneration“. – Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt müssen Mandate vergeben, für Aufgaben, die einzelne Personen für die Gemeinschaft erbringen. Die Personen und die Aufgaben müssen bezahlt werden, von jedem. Dazu muss ein Fonds gebildet werden. Nur wenn dieses System funktioniert, kann der Alltag, das Tätigsein der Menschen (egal mit welcher Art von Energie) im Gemeinwesen gestaltet werden. – Stadt und Land müssen miteinander kooperieren. Es gibt in Wirklichkeit keine Grenze mehr zwischen den beiden Siedlungsformen. Die Themen sind diesselben, nur in anderen Gewichtungen, Prägungen. Die Bevölkerung einer Stadt kann nur mit den Flächen der ländlichen Gebiete ernährt werden, alle anderen Szenarien sind undurchführbar. – Für das Zusammenleben in einem Gemeinwesen ist essentiell die Einigung auf Regeln. Eine der prägnantesten Regeln ist das Gebot des Rechts-Fahrens im Straßenverkehr. Auch die Unterteilung der Räume / Flächen auf Privat / Halböffentlich / Öffentlich und die Bewirtschaftung dieser Kategorien zählt zu den grundlegenden Regeln im Gemeinwesen. Ohne diese Ordnung wäre ein kulturvolles Leben für den Einzelnen und miteinander nicht möglich. – Politik (und die Mandatsträger gestalten diese) schützt Minderheiten, bzw. diejenigen, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zur aktiven Gestaltung des Gemeinwesens beitragen können, wie Kinder, oder Pflegebedürftige. Es gehört zur grundlegenden Verfasstheit von Städten, dass Menschen in diesen Lebenslagen genauso gesehen werden können, wie andere, dass sie in ihrer individuellen Form der Lebensgestaltung unterstützt werden durch die Gemeinschaft (aus dem o.g. Fonds). – Ein spezielles Riskikomanagement muss eine Stadt nicht einrichten. Ziel sollte sein, dass die Funktionen, die eine Stadt / ein Gemeinwesen hat, auch in besonders herausfordernden Konstellationen funktioniert. Gerade der Aufbau von Extra-Strukturen für Sonderfälle schwächt das Gemeinwesen und führt zu einer kommunikativen Verstimmung. Gemeinwesen sind nicht auf Monate oder Jahre angelegt, sondern auf Jahrhunderte oder sogar noch länger. Je nachdem, wie lange Menschen am Ort sind, die eine Gemeinschaft begründen. – „Gemeinwesen“ heißt etwas frei übersetzt: „tauschen, was abwechselnd einander zugute kommt.“

    • Peter Veit sagt

      „Um ein Kind zu erziehen braucht es ein ganzes Dorf“
      moderner vielleicht: Damit ein Kind sich gesund entwickeln kann.
      braucht es ein ganzes Dorf, das es darin unterstützt.

      Das ist aber eher geben als tauschen.

    • Dorothea sagt

      Danke für deinen ausführlichen Beitrag, Georg! Ich habe darüber nachgedacht, besonders über deine Punkte zum Risikomanagement. Du hast recht: Dies sollte kein großer Stab von Risikofacharbeiter*innen sein, die auf eine Katastrophe warten um dann ihren Einsatz zu haben. Das wäre eine kostspielige „Extra-Struktur für Sonderfälle“, wie du schreibst.
      Ein Risikomanagent stärkt ein Gemeinwesen jedoch deshalb, weil es die Risiken und Abhängigkeiten, mit denen wir leben, ans Licht holt. So, wie großteils Strom, Fläche und Nahrungsmittel verbraucht werden, erkenne ich kein oder nur ein theoretisches Bewusstsein über die Endlichkeit dieser Gewohnheiten. Ein Skandal oder eine Krise wie der Bankencrash 2007/8 führt kurz ganz nah vor Augen, wie interdependent und fragil unsere Wirtschafts- und Lebensweise ist. Doch dann wird, bisher zumindest, scheinbar schnell wieder alles gut und die meisten fallen in die alten Gewohnheiten zurück. Ein Risikomanagement sollte und würde das Risikobewusstsein erweitern – unbedingt auch praktisch!

  3. Jürgen aka Enavigo sagt

    Danke für diesen wichtigen und guten Beitrag.
    Interessant wäre es, die einzelnen Punkte wirklich mal auf Koblenz herunter zu brechen,
    Denn um die Widerstands- und Regenerationsfähigkeit der einzelnen Punkte beurteilen zu können würde meiner Meinung nach bedeuten dass diese, zumindest in einem gewissen Maße, erst einmal vorhanden sind.
    Um jetzt für Koblenz Beispiele nur für den ersten Punkt heraus zu greifen.
    Erneuerbare Energien im nicht privaten Bereich außer einem älteren Kraftwerk in der Moselstaustufe nur marginal vorhanden.
    Keine Windkraft, obwohl rund um das Autobahnkreuz im neuen Industriegebiet gute bis ideale Verbindungen. (Rotmilan)
    Keine PV auf öffentlichen Gebäuden.
    Keine LED z.B. in Straßenbeleuchtung, oder mir bekannte Pläne in diese Richtung.
    Wenig Ampeln die Nachts ausschalten.
    Fahrradkonzept zwar sehr engagiert, aber praktisch mit dem Bürger am Bürger vorbei geplant.
    z.B. Route von der Königsbacher/Oberwerth in die Innenstadt.
    Sehr viele Richtungswechsel, unübersichtliche Kreuzungen, (rechts vor links) Kopfsteinpflaster, usw.
    Noch schlimmer Route aus Richtung Lay/Eisenbahnbrücke Güls in Richtung deutsches Eck bis zur Debeka. Hier führt (neu ausgeschilderter!) Radweg auf ca 1,5 km direkt auf engem Bürgersteig an sehr vielen Straßeneinmündungen und Hauseinfahrten vorbei. Mit Kindern fast nur schiebend zu bewältigen.
    Bei beiden Routen ist zu beobachten, dass diese nicht angenommen werden und die meisten Radler die Wege direkt am Rhein/Rheinarmen oder Mosel entlang nutzen.
    Also Motto: Gut gedacht aber schlecht umgesetzt da „Bürgergewohnheiten“ nicht bedacht.
    Über den ÖPNV kann ich nur sagen, dass es unmöglich war an belastbares Zahlenmaterial zu kommen, um z.B. mal einen fahrscheinlosen ÖPNV zu kalkulieren. Denn erst dann würde dieser so angenommen, dass eine wirklichen Entlastung der Innenstadt spürbar wäre.
    Transparenz in der Stadt gleich Null.
    Zu viele intransparente„Eigenbetriebe“.
    Sehr kompliziertes Rats-Informationssystem.
    Kein Streamen und Aufzeichnen der Ratssitzungen.
    Kein öffentliches und freies Wlan im Ratssaal.
    Keine Bürgerfragestunde während der Ratssitzungen.
    Recycling: Einfachste Dinge wie z.B. keine Pfandflaschen in Mülleimer als Aufkleber oder noch besser als Sammelring sind nicht vorhanden.

    Natürlich ist dies nur meine (schnelle) persönliche Sicht auf den ersten Punkt, und um dieses genauer zu werten bedarf es weiterer Meinungen und Punkte. Und natürlich müssen auch positive Punkte wie z.B. der Versuch die Plastiktüte komplett aus Koblenz zu verbannen, oder Radwege deutlicher zu kennzeichnen, mit aufgenommen werden.

    Aber irgendwo muss ja mal angefangen werden wenn Resilienz auch mit Leben erfüllt werden und „irgendwie“ messbar gemacht werden soll.
    Oder verstehe ich den Artikel falsch?

    Gruß Enavigo

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