Alle Artikel in: Transformation

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Wo ich Vertrauen ins Leben schöpfe – mein Kraftplatz

Wenn ich eine Auszeit brauche, wenn ich nicht weiß, wie ich mich entscheiden soll, oder wenn mich nach Kontakt mit mir selber hungert, dann gehe ich an meinen Kraftplatz. Es ist ein abgelegener kleiner See. Über einen steilen Pfad gelange ich zu Fuß dorthin und tauche ein in sein weiches Wasser, das mich streichelt, sauberspült, erfrischt. Oder ich sitze auf einem Fels am Ufer und lasse meinen Blick auf der spiegelnden Seeoberfläche ruhen. Hier komme ich zu mir. Hier finde ich heraus, was ich wirklich möchte. Hier schöpfe ich neue Kraft. Doch was eigentlich macht einen Ort zum Kraftplatz? Was schenkt er mir? Und wie findest du deinen? Dazu dieser Beitrag! Wiederkommen dürfen – was ein Kraftplatz ist Mein Kraftplatz ist ein alter Basaltsteinbruch, 30 Meter tief mit Wasser gefüllt und jetzt als Naturschutzgebiet wieder Pflanzen und Tieren überlassen. Er heißt Schwarzer See wegen seiner Tiefe und des dunklen Gesteins. Der schwarze Basalt ist vulkanischen Ursprungs. (Wie mich diese Verschmelzung von Feuer und Wasser fasziniert, habe ich in „Know your landscape – know your job“ …

Gemeinsame Freude, gemeinsame Stärke: Wenn wie in Delitzsch das Stadtleben partizipativ entwickelt und gestaltet wird, stärkt das die Resilienz des Gemeinwesens.

Resiliente Stadt?! Best Practices aus drei Orten Deutschlands

Als Stadt große Veränderungen gesund zu überleben, ist ganz schön herausfordernd.  Sieben quer durch die Gesellschaft reichende Faktoren zeigen an, wie gut eine Kommune mit Krisen wie Zuwanderung oder dem Ende fossiler Energiequellen umzugehen vermag. Resilienz braucht besondere Ideen, Mut zu Neuem und gemeinschaftlichen Einsatz: Ich stelle Best Practices aus drei Orten in Deutschland vor, die so ihre Resilienz erfolgreich gestärkt haben. Sie haben 2016 und 2015 den Deutschen Nachhaltigkeitspreis erhalten oder wurden dafür nominiert. Energiessparen ist Gewinn auf allen Ebenen In Karlsruhe (Ba-Wü, 303 000 Menschen) hat nachhaltige Stadtentwicklung eine besonders soziale Ausrichtung. Das zeigt das Projekt Energiesparbildung: In einen Fonds zahlen Unternehmen freiwillig einen Ausgleich für ihren CO2-Ausstoß ein. Das Volumen hat sich vom ersten aufs zweite Jahr verfünffacht (75 000 Euro für 3 500 Tonnen CO2). Davon finanziert Karlsruhe Weiterbildung, Jobs und Technik: Menschen, die sonst schwer eine Arbeit finden würden, erhalten eine Schulung und beraten dann bildungsferne Haushalte zum Energiesparen. Diese wiederum bekommen dazu gratis Zeitschalter und LED-Lampen. Eine Klimaschutzagentur organisiert branchenspezifisch Runde Tische zum Energiesparen – etwa in Hotellerie, Pflege …

Was bewegt mich? Foto: Dorothea Mueth

Was bewegt mich? Wenn die fiesen Fragen kommen… lauf los!

Die Frage, was mich wirklich innerlich und zutiefst bewegt, stelle ich mir oft. An manchen Tagen kann ich auf meine Depri-Stimmung und die Sinnfragen, die sich dann gerne auftun, nur mit der Ahnungslosigkeit von „Ich weiß es nicht“ und meinem inneren Trotz reagieren: „Gar nichts bewegt mich.“ „Es ist nichts los und schon gar nichts, was ich toll finde!“ oder „Was soll mich denn schon bewegen?!“ An anderen Tagen, die nicht hier, nicht dort, weder gut noch schlecht sind, beantworte ich mir die Frage oberflächlich mit „Ja, also das Buch, das ich gerade lese, ist echt toll…“ oder „Das Gemüsegratin gestern war richtig lecker“. Und doch weiß ich, dass mich die Frage nach dem, was mich erfüllt und antreibt, auch ganz woanders hinführen kann – so ich mich denn darauf einlasse. Die Spur führt nach innen Was bewegt mich in der Tiefe, was berührt mich, was trägt mich? Wenn ich mir diese Frage stelle und dann den Spuren dessen folge, was in mir passiert… wenn ich meinem Inneren lausche, dann kann sie mich zu meinem …

Blicke in die Flammen, und das Feuer gibt dir Antworten. Foto: Dorothea Mueth

Vertrau dem Feuer – es ist Kraft, die verwandelt

Es fällt uns oft sehr schwer, Liebgewordenes loszulassen: Zigaretten, die ich längst aufgehört haben wollte zu rauchen. Muscheln, die ich nicht wegwerfen kann. Und immer noch Sehnsucht nach einem Typen, mit dem sich eine Partnerschaft doch schon vor Monaten als unrealistisch erwiesen hat… Wir halten daran fest, auch wenn wir im Inneren wissen, dass seine Zeit vorbei ist. Eine Kraft, die dabei unterstützt, solche Verklebungen und Anhaftungen aufzulösen, ist das Feuer. Festgewordenes wird Rauch und Staub Indem du das, was dir so schwerfällt hinter dir zu lassen, dem Feuer übergibst, schaffst du ganz praktisch Platz für Neues. Denn zunächst ist das, was du verbrennst, ja dann weg. Doch keine Angst und nicht zu früh gefreut: Es ist auch nicht „nichts mehr da“. Übrig bleiben Rauch und Asche. Am Feuer öffnest du dich energetisch und richtest dich aus auf Veränderung und Weiterentwicklung. Nach dem Energieerhaltungsgesetz geht nichts verloren. Das, was das Feuer verbrannt hat, hat sich tatsächlich verwandelt. Der Rauch wird mit dem Wind weitergetragen, die festen Bestandteile haben sich in Asche transformiert. Und Asche ist …