Alle Artikel in: essen

Irdische Freude: Kuchen mit Erdbeeren frisch aus dem Garten, in Keramikform und mit Liebe gebacken. Foto: Dorothea Mueth

Wie ich wieder auf den Hund kam – den kalten

Einen Kuchen backen. Ich möchte deine Aufmerksamkeit gewinnen für eine in ihrer Wirkung unterschätzte Tätigkeit. Denn Kuchen backen macht glücklich. Wirk-lich glücklich. Dich und die anderen. Kuchen backen macht Freunde. Einen Kuchen zu backen bedeutet „Danke“ zu sagen. Darauf gebracht hat mich Hewa, der ich auch danken möchte. Sie winkte vom Balkon schräg über mir herunter. Schüchtern-freundlich-neugierig, ein Mädchen, vielleicht acht Jahre alt. Ich hing im Liegestuhl auf meiner Terrasse, nicht gerade glücklich mit meinem Leben: Ich war gerade zurück von einer auswärtigen Weiterbildung, während der die Liebe fett in die Brüche ging, außerdem arbeitslos. Ich wusste also gar nicht so genau, wo ich anfangen sollte, um in mein Leben eine neue Struktur zu bringen. Na, los, Willkommenskultur! Immerhin hatte ich einen Kuchen gebacken, den ich in diesem Moment verdrückte. Schweizer Rübli: gesund mit Möhren und Haselnüssen, ohne extra zugegebenes Fett. Zugenommen hatte ich in der letzten Zeit ja genug… Moment mal! Dieses Mädchen kannte ich doch noch gar nicht, oder? Hatte ich während meiner Abwesenheit neue Nachbarn bekommen? Ich winkte zurück und von diesem …

Tali europaeisch. Foto: Dorothea Mueth

Schmecke und iss… dass es eine wahre Lust ist!

Ich schreibe heute über eine meiner größten Leidenschaften. Und ich bin sicher, es ist auch eine deiner Lieblingsbeschäftigungen: Essen! Mmmm, lecker… eine wichtige Quelle von Befriedigung und Erfüllung ist das. Essen hält uns wach, lebendig und leistungsfähig. Jede*r hat etwas, das sie liebt und er überhaupt nicht mag. Italienisch, Sushi oder „gutbürgerlich“ – worauf hast du heute Lust? Wir wünschen uns Abwechslung und wählen aus. Wir verabreden uns für ein Wiedersehen im Restaurant. Essen markiert den Start in den Tag, die Pause bei der Arbeit, den Feierabend. Doch trotz dieses zentralen Stellenwerts passiert es schnell, dass wir dabei etwas anderes tun. Warum ist Essen oft Nebensache? Smsen, blättern, diskutieren wir dabei, weil Nahrungsaufnahme nichts Besonderes ist? Weil Essen, seit wir denken können, immer wieder geschieht, automatisch? Oder etwa, weil wir uns keine Pause gönnen? Gestehen wir es uns zu, einfach nur zu essen, nur diese eine Sache zu tun? Ich zum Beispiel: Ich checke und bediene meine Social-Media-Kanäle beim Frühstück. Am Wochenende verabrede ich mich gerne zum Brunch mit einer alten Freundin – da sie …